KURS ZUR MONASTISCHEN BILDUNG

unter dem Patronat der Päpstlichen Hochschule S. Anselmo in Rom

 

Sonntag, 24. August bis Samstag, 27. September 2007


Der Kurs der monastischen Formation steht unter dem Patronat der Päpstlichen Hochschule S. Anselmo in Rom verbunden mit den Rechten gemäß Art. 2,7 der Verordnung 305 des italienischen Ministerium für öffentliche Einrichtungen.

Seit 2007 haben wir eine Übereinkunft zwischen dem Kolleg St. Bernhard in Urbe des Zisterzienserordens und der Päpstlichen Hochschule Sant’Anselmo, gemäß der die obengenannte Päpstliche Hochschule Sant’Anselmo den Kursen der monastischen Formation (CFM), die der Zisterzienserorden im Kolleg St. Bernhard in Urbe anbietet, seine Unterstützung zugesteht. Auf der Grundlage dieser Übereinkunft ist das Kolleg St. Bernhard in Urbe verpflichtet, das Programm dieser Kurse unter der Oberaufsicht der Päpstlichen Hochschule Sant’Anselmo festzusetzen und das monastische Institut der Theologischen Fakultät der Päpstlichen Hochschule Sant’Anselmo verpflichtet sich, das vom Kolleg St. Bernhard in Urbe des Zisterzienserordens ausgestellte Diplom der monastischen Formation unterstützend anzuerkennen. Um das Recht, das Diplom der monastischen Formation verliehen zu bekommen, zu erhalten, müssen die Prüfungen der gesamten Kurse unter Berücksichtigung, dass die notwendigen credit points erreicht worden sind, bestanden werden. Mehr Informationen hierzu erhalten Sie zu Beginn des Kurses.

Der Kurs der monastischen Formation dient dazu, die Äbte, Klöster und Kongregationen in der Durchführung des Programms zu unterstützen, das in der vom Generalkapitel approbierten Ratio Institutionis O.Cist. festgelegt ist.

Die Ordenssynode hat einer solchen Initiative ihre Zustimmung gegeben mit einem ordentlichen Beschluss während ihrer 20. ordentlichen Sitzung: “Synodus Ordinis statuit commendare statum instituti adnexi apud Pontificium Athenaeum Sancti Anselmi in Urbe cursuum pro institutione monastica a Collegio Internationale Sancti Bernardi in Urbe peractorum iuxta specimen praesentatum.”

OBERSTER LEITER
: Hwst. Herr Generalabt Mauro Esteva
REKTOR DES KOLLEGS: Hwst. Herr Ugo Tagni
VERANTWORTLICHER AKADEMISCHER LEITER
: Fr. Lluc Torcal (Poblet)
SEKRETÄRE: P. Vincenzo Polek, Assistent der Kurie (Wachock, Polen)  und Sr. Michaela Arnaud (Boulaur, Frankreich).


Programm 2008


Anmeldung und nützliche Informationen


Brief des Generalabt


Vorausgehende geschichtliche Anmerkung

Papst Innozenz IV., ermächtigte den Abt von Clairvaux mit einer päpstlichen Bulle vom 5. Januar 1245, in Paris ein Theologisches Studienhaus zu errichten “zum Heil und zur Ehre des Zisterzienserordens und zum Schmuck und Ruhm für die gesamte Kirche”.

Im Verlauf der Jahre machte das neue Kolleg, das nach dem Heiligen Bernhard benannt wurde, eine bemerkenswerte Fortschritte. Einige päpstliche Privilegien förderten seine Tätigkeit in Beziehung zu, in Paris gelegenen, ähnlichen Kollegien. Das wertvollste Dokument war die Promulgation durch Innozenz IV. am 28. Januar 1254, mit dem er dem Kolleg St. Bernhard zugestand, sich all der Rechte und Privilegien zu erfreuen, die die Dominikaner und die Franziskaner schon für sich erreicht hatten. Dieser Rang wurde den Zisterziensern verliehen, bevor irgendein anderer monastischer Orden, die Cluniazenser eingeschlossen, dies erlangt hätte.

Der schon in den anderen Instituten von Paris verwurzelten Gewohnheit folgend, wurde das Kolleg St. Bernhard von einem Rektor geleitet, der sich der vollen Autorität in Fragen sowohl des Studiums als auch der Disziplin erfreute.

Das Kolleg wurde vom Abt von Clairvaux, Stephan Lexington, angeregt und wurde von Clairvaux unterhalten, bis die Abtei es 1320, aufgrund des wirtschaftlichen Last, die jenem Kloster auferlegt war, als notwendig erachtete, die Leitung direkt an das Generalkapitel und zum Nutzen des ganzen Ordens abzutreten.

Die Bulle “Fulgens sicut stella” Benedikts XII. (1335) war das erste rechtliche Dokument bezüglich akademischer Studien der Zisterzienser und löste eine Welle von Kolleg-Gründungen aus, die noch später andauerte, unterbrochen vom Hundertjährigen Krieg und den Bürger- und Religionskriegen des 16. Jahrhunderts. Die neuen Studienhäuser überdauerten solange, bis die entsprechenden Länder, in denen sie lagen, von den Folgen der Französischen Revolution erreicht wurden: Säkularisation, Entschädigung oder wie es sonst in den verschiedenen Kontexten genannt wurde.

Am Ende des 19. Jahrhunderts begann im Zisterzienserorden eine Phase der Restauration, die wir auf folgende Weise zusammenfassen können: eine neue Reihe von Generalkapiteln begann im Jahr 1880 und hat mit jenem vom September 2000 schon die Gesamt-Zahl von 22 erreicht; die Wahl eines Generalabtes als Nachfolger des Abtes von Cîteaux im Jahr 1880; die Schaffung einer Generalkurie in Rom und eines Internationalen Kollegs in ebendiesem Generalatshaus, das ununterbrochen besteht seit 1927, zuerst in der Via Giacomo Medici 3 und nach einem Umzug im Jahr 1950 in der Piazza del Tempio de Diana 14 (s. L. Lekai, I Cistercensi: Ideali e realtà, Padua 1989, S. 102-112; P. Zakar, Historia de la Curia General de la Orden Cisterciense, Rom 1985, 1990, 1994 und 2000).

Gelegentlich der fünfzigsten Wiederkehr des Einweihungstages dieses zweiten Sitzes und der Approbation eines Statutes zur Bildung im Zisterzienserorden, wurde ein grundlegender Kurs für die ausbildenden Mönche und Nonnen konzipiert, aber ebenso auch für andere Mönche und Nonnen, soweit die Kapazität des Kollegs es erlaubt, sie aufzunehmen. Das Programm ist - wie Sie sehen können - so gedacht, dass es der Reflexion über die monastischen Identität unseres Ordens dienen soll und die Ausbildenden es weitergeben können an die Kandidaten ihrer Klöster während deren Einführung-Zeit.